Krypto-Panik? Lyn Alden hält den Feuerlöscher hoch

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Der Markt ächzt, die Kurse zucken nervös – und wie immer stehen die üblichen Crash-Propheten bereit, um wieder die Apokalypse auszurufen. Doch die renommierte Analystin Lyn Alden hat laut Cointelegraph genug von der Panik-Show. Ihrer Ansicht nach gibt es aktuell keinerlei Zeichen einer echten Kapitulation im Kryptomarkt – und die Daten geben ihr recht.

Alden argumentiert, dass der Markt zwar angeschlagen wirkt, aber weit entfernt ist von dem, was man in früheren Bärenphasen als „Kapitulation“ bezeichnen könnte. Kein massives On-Chain-Blutbad, kein großer Exodus, keine Miner-Kollapswelle. Kurz: Die Panik findet eher auf Twitter statt als auf der Blockchain. Und wer seit Jahren dabei ist, weiß: Das lauteste Geschrei kommt immer dann, wenn eigentlich nichts Dramatisches passiert.

Der aktuelle Rücksetzer, so Alden, sei weniger eine fundamentale Marktreaktion als vielmehr ein Zusammenspiel aus makroökonomischen Unsicherheiten und politischem Getöse. Notenbanken bleiben unberechenbar, Regulierer wanken zwischen Aktionismus und Ahnungslosigkeit – Überraschung! –, und der Markt reagiert wie gewohnt allergisch auf institutionelle Nervosität. Doch echte Schwäche? Fehlanzeige.

Dass Bitcoin trotz allem erstaunlich stabil bleibt, dürfte in erster Linie daran liegen, dass langfristige Halter weiterhin felsenfest sitzen. Keine Kapitulation heißt eben auch: Die großen Hände verkaufen nicht. Und solange die nicht loslassen, bleibt die Fallhöhe begrenzt. Was wir sehen, ist ein Sturm im Wasserglas – nur dass dieses Wasserglas „Kryptomarkt“ heißt und alle alle paar Wochen denselben Wetterbericht verlesen.

Unterm Strich: Wenn alle schreien, dass der Markt implodiert, aber die Daten sagen „alles stabil“, dann ist klar, wer sich irrt. Und es sind nie die Zahlen.

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