Bitcoin hat den Rutsch unter 80.000 Dollar wieder wettgemacht und notiert am Mittwochmorgen nahe der Marke von 81.000 US-Dollar. Anleger schauen vor allem auf die Zinsentscheidung der Fed später am Tag – und auf eine klare Botschaft aus der Research-Abteilung von Galaxy Digital: Der Bärenmarkt sei seit Juni vorbei.
Bitcoin und Co. am Morgen
Laut CoinGecko kostete Bitcoin am 28. Oktober gegen 8:38 Uhr Berliner Zeit rund 80.836 US-Dollar, umgerechnet etwa 72.688 Euro. Das entsprach einem Plus von rund 1,6 Prozent binnen 24 Stunden. Ethereum lag bei etwa 2.351 Dollar (+1,9 Prozent), XRP bei 1,32 Dollar und Solana bei rund 102 Dollar. Die Angaben sind Momentaufnahmen und können sich schnell ändern.
Damit hat Bitcoin den Rücksetzer vom Wochenende aufgeholt, als der Kurs zeitweise nahe 79.000 Dollar notierte. CoinDesk berichtet von einem Anstieg auf knapp unter 81.000 Dollar in den asiatischen Morgenstunden. Investing.com führt den Kaufimpuls unter anderem auf eine Erholung bei Tech-Aktien zurück – ausgelöst durch starke Quartalszahlen des Chip-Herstellers SK Hynix.
Galaxy: Der Bärenmarkt endete im Juni
Zusätzlichen Rückenwind liefert eine Analyse von Galaxy Digital. Alex Thorn, Leiter der unternehmensweiten Research-Abteilung, schrieb in einer Notiz, die CoinDesk und Decrypt zitieren: „Wir gehen davon aus, dass der Bärenmarkt im Juni zu Ende ging und Bitcoin sich in der Ansammelphase befindet, die jedem früheren Anstieg vorausging.“ Gemeint ist die Phase, in der Anleger still Positionen aufbauen, während die Stimmung noch skeptisch bleibt. Und weiter: „Unsere Schlussfolgerung ist einfach: Jetzt ist ein attraktiver Zeitpunkt, Bitcoin zu kaufen und zu halten.“ Die Zitate sind eigene Übersetzungen aus den englischen Originalen bei CoinDesk und Decrypt.
Als Tiefpunkt nennt Thorn den Juni unter 58.000 Dollar. Seither habe Bitcoin den 50-Wochen-Durchschnitt zurückerobert – den Mittelwert der letzten 50 Wochenkurse, an dem Händler den längerfristigen Trend ablesen – und laut Decrypt fünf Wochen in Folge darüber geschlossen. Spot-Bitcoin-ETFs hätten seit dem Juni-Tief rund 87.000 BTC aufgenommen. Galaxy und Thorn halten selbst Bitcoin; das legen die Berichte offen. Als Warnschwelle gilt ein Wochen-Schlusskurs unter etwa 76.540 Dollar, der nicht innerhalb eines Monats zurückerobert wird.
Heute entscheidet die Fed
Der eigentliche Kurs-Treiber des Tages ist die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Die Märkte erwarten weitgehend unveränderte Leitzinsen. Das Fed-Rate-Monitor-Tool von Investing.com, das auf CME-FedWatch-Daten basiert, sah am 28. Oktober früh eine Wahrscheinlichkeit von rund 92 Prozent für ein unverändertes Zielband von 3,75 bis 4,00 Prozent. CME FedWatch leitet aus Terminkontrakten ab, wie wahrscheinlich Zinsänderungen sind; die Werte können sich stündlich ändern.
Laut CoinDesk achten Händler besonders auf Hinweise zu einer möglichen Zinserhöhung im Dezember. Höhere Zinsen verteuern Kredite und lenken Geld oft aus riskanteren Anlagen wie Krypto ab.
Was Anleger jetzt im Blick behalten sollten
Kurzfristig zählt der tägliche Schlusskurs. CoinDesk nennt rund 82.500 Dollar als nächste Hürde: Ein klarer Schluss darüber würde die Erholung stützen. Darunter bleiben 79.000 bis 80.000 Dollar die wichtige Unterstützungszone. Galaxys These bleibt eine Einschätzung, keine Garantie – und Galaxy verdient selbst an Bitcoin-Positionen. Investing.com zeichnet für den Oktober bislang ein Bitcoin-Minus von rund 3,2 Prozent ab; der traditionell starke Oktober ist in diesem Jahr bisher ausgeblieben.
Quellen: CoinDesk, Decrypt, Investing.com, Investing.com Fed Rate Monitor / CME FedWatch, CoinGecko
Keine Anlageberatung.


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