Anleger betrachtet in einem Schulungsraum ein digitales Handelsfenster
Blick auf ein Handelsfenster im Schulungsraum / KI-Symbolbild

Market Order oder Limit Order – wie Anfänger ihren Kryptokauf steuern

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Eine Kryptobörse zeigt einen Preis an, doch der tatsächliche Kauf kann zu einem anderen Kurs stattfinden. Entscheidend ist auch, welche Orderart gewählt wurde. Market Orders sollen rasch ausgeführt werden. Limit Orders setzen eine Preisgrenze. Für Anfänger ist diese Wahl besonders bei kleinen oder stark schwankenden Coins wichtig.

Die Market Order bevorzugt die Ausführung

Mit einer Market Order erklärt der Käufer, dass er sofort zu den gerade verfügbaren Angeboten handeln will. Im Orderbuch liegen Verkaufsangebote zu unterschiedlichen Preisen. Reicht die Menge beim besten Kurs nicht aus, kann der Rest der Order zu schlechteren Kursen ausgeführt werden. Der am Bildschirm zuletzt angezeigte Preis ist deshalb keine Garantie.

Bei großen und liquiden Märkten fällt diese Abweichung oft kleiner aus. Bei dünn gehandelten Token oder in hektischen Minuten kann sie erheblich sein. Auch eine kleine Summe kann betroffen sein, wenn das Orderbuch leer ist. Der Kauf kann zudem in mehreren Teilstücken erfolgen.

Die Limit Order begrenzt den Kurs

Mit einer Kauf-Limit-Order legt der Anleger den höchsten Preis fest, den er zahlen möchte. Eine Verkaufs-Limit-Order bestimmt den niedrigsten akzeptierten Verkaufskurs. Das schützt vor einer Ausführung jenseits dieser Grenze. Es garantiert aber keinen Handel. Erreicht der Markt den Preis nicht oder reicht die verfügbare Menge nicht, bleibt die Order offen oder wird nur teilweise ausgeführt.

Ein Limit ist auch kein Schutz vor einer schlechten Anlageentscheidung. Wer einen Token bei 90 Euro kaufen möchte, erhält keinen fairen Wert zugesichert, nur weil der Kurs von 100 Euro dorthin fällt. Der Markt kann nach der Ausführung weiter sinken. Umgekehrt kann ein nicht ausgeführtes Limit bedeuten, dass der Anleger einen Kursanstieg verpasst.

Was vor dem Klick geprüft werden sollte

Wichtig sind Handelspaar, Stückzahl, Gesamtbetrag und Gebühren. Manche Börsen bieten zusätzliche Einstellungen wie Gültigkeitsdauer oder „nur Maker“ an. Diese sollten Anfänger nur nutzen, wenn sie deren Wirkung verstehen. Bei einfachen Kaufmasken ist zudem zu prüfen, ob überhaupt eine echte Limit Order möglich ist oder lediglich ein Preisalarm.

Ein Beispiel macht den Unterschied sichtbar. Im Orderbuch stehen nur wenige Einheiten zu 10 Euro und größere Mengen erst bei 10,40 Euro. Eine Market Order über 500 Euro kann einen Durchschnittskurs oberhalb von 10 Euro erhalten. Eine Kauf-Limit-Order bei 10 Euro würde höchstens zu diesem Kurs handeln, möglicherweise aber nur einen kleinen Teil der gewünschten Menge kaufen.

Für Kleinanleger ist ein Blick auf die finale Vorschau sinnvoll. Sie sollte den voraussichtlichen Gesamtbetrag einschließlich Gebühren zeigen. Wer einen konkreten Höchstkurs einhalten muss, braucht eine geeignete Limit Order und Geduld. Wer sofortige Ausführung braucht, sollte die mögliche Kursabweichung ausdrücklich einkalkulieren.


Quellen

Disclaimer

Keine Anlageberatung: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Kryptowährungen können erhebliche Verluste verursachen.

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