Falls die Bundesregierung es wirklich ernst meint, droht dem X-Netzwerk in Deutschland womöglich eine Netzsperre. Zumindest solange bis im Streit um die Herausgabe von Nutzerdaten eine Einigung erzielt worden. Doch eine Netzsperre lässt sich mit wenigen Klicks umgehen.
Hier ist eine einfache Anleitung, wie du mit dem Opera-Browser kostenlos per VPN surfst und Netzsperren umgehen kannst. Opera bietet eine integrierte VPN-Funktion, die keine zusätzlichen Kosten verursacht und leicht zu aktivieren ist. Beachte, dass das Opera-VPN eher ein Proxy-Dienst ist und keine vollständige Geräteverschlüsselung wie eigenständige VPN-Programme bietet – es schützt nur den Browser-Traffic.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
- Opera-Browser installieren
Falls du Opera noch nicht hast, lade ihn kostenlos von der offiziellen Website (www.opera.com) herunter und installiere ihn auf deinem Gerät (verfügbar für Windows, macOS, Linux, Android und iOS). - Einstellungen öffnen
- Öffne den Opera-Browser.
- Klicke oben links auf das Opera-Symbol (rotes „O“) oder drücke Alt + P (Windows/Linux) bzw. gehe über das Menü zu „Einstellungen“ (auf Mac: „Präferenzen“).
- VPN aktivieren
- Scrolle in den Einstellungen zum Abschnitt „Datenschutz & Sicherheit“ oder gib oben in der Suchleiste „VPN“ ein, um direkt dorthin zu gelangen.
- Finde die Option „VPN aktivieren“ und schalte den Schalter auf „Ein“.
- Optional: Aktiviere „VPN bei Standardsuchmaschinen umgehen“, falls du Suchanfragen schneller laden möchtest (dies schließt Suchmaschinen vom VPN aus).
- VPN-Symbol in der Adressleiste nutzen
- Nach der Aktivierung erscheint links neben der Adressleiste ein kleines „VPN“-Symbol.
- Klicke darauf, um das VPN-Menü zu öffnen.
- Schalte das VPN ein, indem du den Schalter auf „Ein“ stellst (das Symbol wird blau, wenn es aktiv ist).
- Virtuellen Standort wählen
- Im VPN-Menü kannst du unter „Virtueller Standort“ zwischen „Optimaler Standort“ (automatisch ausgewählt), „Europa“, „Amerika“ oder „Asien“ wählen.
- Eine genauere Länderauswahl gibt es nicht, aber diese Optionen reichen oft, um geografische Netzsperren zu umgehen.
- Surfen und Netzsperren umgehen
- Sobald das VPN aktiv ist, wird dein Browser-Traffic über einen Opera-Server geleitet, und deine echte IP-Adresse wird verborgen.
- Besuche die gewünschte Website, die zuvor gesperrt war (z. B. durch Geoblocking oder Provider-Sperren). In vielen Fällen kannst du jetzt darauf zugreifen.
- Beispiel: Wenn eine Seite in Deutschland gesperrt ist, wähle „Amerika“ oder „Asien“, um sie möglicherweise freizuschalten.
- Überprüfen, ob es funktioniert
- Öffne eine Seite wie „wieistmeineip.de“, um zu sehen, ob deine IP-Adresse geändert wurde und von einem anderen Standort stammt.
Tipps und Einschränkungen:
- Vorteile: Kostenlos, unbegrenztes Datenvolumen, keine zusätzliche Software nötig.
- Nachteile:
- Funktioniert nur im Opera-Browser (andere Programme wie Torrent-Clients bleiben ungeschützt).
- Keine spezifische Serverauswahl (nur Regionen), daher kann es bei starkem Geoblocking (z. B. Netflix) unzuverlässig sein.
- Geschwindigkeit kann durch Serverlast variieren.
- Sicherheit: Der Traffic zwischen deinem Gerät und dem Opera-Server ist verschlüsselt, was es ideal für öffentliche WLANs macht. Opera protokolliert nach eigener Aussage keine Aktivitäten (No-Log-Politik).
Netzsperren umgehen:
- Geoblocking: Wähle eine Region außerhalb deines Landes, um auf Inhalte zuzugreifen, die lokal eingeschränkt sind (z. B. Videos auf YouTube oder andere Dienste).
- Provider-Sperren: Wenn dein Internetanbieter bestimmte Seiten sperrt (z. B. durch DNS-Sperren), kann das VPN diese oft umgehen, da die Anfrage über einen ausländischen Server läuft.
Falls du Probleme hast oder das VPN nicht ausreicht (z. B. für Streaming-Dienste wie Netflix, die VPNs erkennen), könntest du einen dedizierten VPN-Dienst wie NordVPN oder CyberGhost in Betracht ziehen. Für einfaches, kostenloses Surfen und das Umgehen grundlegender Sperren ist Opera jedoch eine solide Wahl.
Viel Erfolg beim anonymen Surfen!
Kommentare
Eine Antwort zu „Mit Opera kostenlos Netzsperren umgehen und anonym surfen“
[…] Quelle: Coinzeitung […]