Besucherin überprüft an einem öffentlichen Computer den Status einer Blockchain-Transaktion
Prüfung eines Transfers am Bibliothekscomputer / KI-Symbolbild

Blockchain-Explorer einfach erklärt – wie Anleger eine Transaktion selbst prüfen

·

,

Nach einer Krypto-Überweisung steht in der App oft nur „ausstehend“. Ein Blockchain-Explorer kann mehr zeigen. Das öffentliche Suchwerkzeug liest Daten des jeweiligen Netzwerks und macht Transaktionen nachvollziehbar. Für Anfänger ist es eine Möglichkeit, Angaben der Wallet oder Börse zu überprüfen. Der Explorer löst aber weder eine Fehlüberweisung noch eine ausstehende Gutschrift automatisch.

Die Transaktionskennung ist der Suchschlüssel

Die Wallet zeigt nach dem Senden meist eine Transaktionskennung, oft Hash oder TxID genannt. Diese Zeichenfolge kann in einen Explorer des passenden Netzwerks eingegeben werden. Dort erscheinen unter anderem Zeitpunkt, Status, beteiligte Adressen und Gebühr. Bei Bitcoin wird zusätzlich die Zahl der Bestätigungen sichtbar, sobald die Zahlung in einem Block steht.

Wichtig ist das richtige Netzwerk. Eine Ethereum-Transaktion erscheint nicht im Bitcoin-Explorer. Auch verschiedene Layer-2-Netzwerke haben eigene Ansichten. Wer in einem falschen Explorer „nicht gefunden“ liest, sollte zuerst die Netzwerkauswahl prüfen und daraus noch keinen Verlust ableiten.

Was sich ablesen lässt und was nicht

Ein bestätigter Eintrag belegt, dass das Netzwerk die Transaktion verarbeitet hat. Er beweist nicht, dass eine Börse den Betrag bereits dem richtigen Kundenkonto zugeordnet hat. Dafür können zusätzliche Prüfungen oder Einzahlungsbedingungen gelten. Ebenso zeigt ein Explorer nur Adressen, keine verlässlichen Klarnamen der Eigentümer.

Bei Token-Transfers stehen neben der Netzwerkgebühr häufig spezielle Ereignisse des Token-Vertrags. Anfänger sollten deshalb nicht nur die native Währung im Hauptfeld betrachten. Ein Betrag von null ETH kann mit einer echten Token-Übertragung zusammenfallen. Die Vertragsadresse hilft, ein echtes Token von einer Nachahmung mit gleichem Namen zu unterscheiden.

Ein sicherer Prüfablauf

Die Transaktionskennung wird aus der eigenen Wallet oder einer bekannten Börse kopiert. Dann ruft der Nutzer einen bekannten Explorer über eine selbst eingegebene oder gespeicherte Adresse auf. Anzeigen in Suchmaschinen können zu gefälschten Seiten führen. Für eine reine Suche muss man normalerweise weder die Wallet verbinden noch eine Seed Phrase angeben.

Vor einer Reklamation bei einer Börse sind TxID, gewähltes Netzwerk, Zieladresse und Zeitpunkt hilfreich. Sensible Daten wie Passwörter und Seed Phrase gehören niemals in eine Support-Nachricht. Bei öffentlichen Blockchains kann jeder den Transfer sehen; das ist nützlich für die Prüfung, aber auch ein Datenschutzaspekt.

Ein Explorer ist kein Urteil über die Seriosität eines Tokens oder einer Gegenpartei. Betrügerische Zahlungen können technisch gültig und sichtbar sein. Als Kontrollinstrument hilft er dennoch, drei Fragen zu beantworten. Wurde die Transaktion gesendet, ist sie bestätigt und ging sie an die beabsichtigte Adresse?


Quellen

Disclaimer

Keine Anlageberatung: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keine individuelle Finanzberatung. Kryptowährungen können erhebliche Verluste verursachen.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Entdecke mehr von Coinzeitung

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen